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Unser  Namensgeber

Max Fellermeier

zur Vorgeschichte:


ANA Nummer 165 , September 2000

Volksschule wird nach Max Fellermeier benannt

Einstimmiges Votum für den Heimatforscher

Neuötting (fu). Die Entscheidung der Jury hätte eindeutiger nicht sein können: Max Fellermeier (1890 1982), ehemaliger Schulrat und Heimatforscher gibt der Volksschule Neuötting seinen Namen.

Elternbeirat, Schüler, Lehrer, Stadt, Schulreferent und Ortsheimatpfleger trafen sich zur Endausscheidung. Aus 75 Namen waren schon im Vorfeld 13 in die engere Auswahl gekommen: Max Fellermeier, Maria Lerchl, Pfarrer Leeb, Bischof Sailer, St. Nikolaus, Josef Leitl, Geschwister Scholl, Michael Ende, Christiane Herzog, Herzog Georg, Hans List (Maler), Franz Xaver Blachian und Hans Stethaimer.

Folgende Argumente überzeugten die Jury von Fellermeier: Aufbau des Schulsystems im Landkreis Altötting in der Nachkriegszeit, bekannter Kritiker des nationalsozialistischen Regimes noch während der Hitlerzeit, Heimatverbundenheit, Bürger- und Gemeinsinn, Gründung des Kreisjugendrings und der Gruppe Europa-Union, Mitbegründer der VHS, Vorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes, Heimatforscher, Verfasser der Ortsgeschichte Alzgern und von Sagen, Bundesverdienstkreuz 1955. 

Auch die überregionale Wirkung fand Anklang, sein Bezug zu den Neuöttinger Schülern und zur Schule, sein aufrechter Charakter, die Verbindung von Alzgern und Neuötting. (Max Fellermeier wohnte 27 Jahre lang in Alzgern). Fünf Jahre lang war er in Neuötting, 20 Jahre lang in Alzgern Schulleiter.

Außerdem: Fellermeier hat die Kreisgruppe des Jagdschutz- und Jägervereins gegründet, war Träger der Goldenen Ehrennadel des Bund Naturschutz, stellte seine Erfahrung dem Altöttinger Stadtrat zur Verfügung. Er war Kreisarchivar, Träger der Andreas-Schmeller-Medaille für die Mundartforschung.

Mit einem solch eindeutigen Ergebnis für die "Max-Fellermeier-Schule" hatte Schulleiter Michael Rathmann nicht gerechnet, der aber jetzt umso glücklicher ist. Denn erklärtermaßen war ihm daran gelegen, eine Entscheidung zu bekommen, "in der sich möglichst viele wieder finden." Die Entscheidung wird der Regierung von Oberbayern mitgeteilt, die noch ihre endgültige Zustimmung geben muss.

 


Wortlaut des Zeitungsberichts  ( Alt-Neuöttinger Anzeiger )
vom 15.12.2001 :

  
Rektor Michael Rathmann geht
Max-Fellermeier Schule kommt

Große Verabschiedungs- und Namensgebungs-Feier in der Schulturnhalle

 

Luftballons regneten von der Tribüne. Seit gestern heißt die Volksschule "Max-Fellermeier-
Schule  (Foto: Furtner)

 

Neuötting (fu). Stehende Ovationen für Michael Rathmann und eine pädagogische Lebensleistung; Luftballone von der Zuschauer Tribüne, auf der in großen Lettern der Schriftzug "Max­Fellerrneier-Schule" erschien: zwei außergewöhnliche Anlässe prägten die Feier gestern in der Volksschul-Turnhalle.

Den größten Teil nahm die Verabschiedung von Michael Rathmann ein, der krankheitsbedingt zum 1. November in den Ruhestand versetzt worden ist.

Schulamtsdirektorin Elfriede Rothenaicher skizzierte das Wirken Michael Rathmanns in den Stationen Taufkirchen, Töging, Wald/Alz und seit zehn Jahren als Rektor der Volksschule Neuötting. Sie charakterisierte Rathmann als geschätzten Lehrer, kompetenten Verhandlungspartner und erwähnte seine humane Menschenführung und Initiativkraft. Er möge alles tun, was der Gesundheit zuträglich ist, war ihr Wunsch.

Bürgermeister Frank Springer erinnerte an die deutliche Sprache Rathmanns, wenn es um Belange der Schule ging und zählte die von ihm geförderten Projekte und Ereignisse auf:

Schulpartnerschaft mit Nova Vcelnice, Hort, EDV, Pausenhof, Biotop, grandiose Schulfeste... Rathmann habe auch mit Geschick einen Namen für die Schule gefunden, der ihr"auf den Leib geschrieben" sei: "Max-Fellermeier-Schule".

Schulreferent Horst Schwarzer stellte die Rathrnann-Ära als "stark prägende Periode" heraus. Vieles an der Schule trage die Handschrift des Rektors. Schwarzer schätzte seine liberale Weltanschauung und hoffte, dass er sich jetzt seinen Jugendtraum erfüllen

Kommissarischer Schulleiter Manfred Misera übergibt ein Geschenk der Schule an Michael Rathmann. 
(Foto: Furtner)

Pfarrerin Katja Lindner wünschte ihm "nicht nur einen Abschied, sondern auch einen Neubeginn. Pfarrer Georg Ebertseder stellte fest, Rathmann habe die Schule aus dem Geist des christlichen Glaubens heraus geleitet. "Es fällt uns sehr schwer, Abschied zu nehmen" erklärte Elternbeiratsvorsitzende Irmi Müller, die auf eine Neubesetzung hoffte, nie nicht so lange dauert wie die Besetzung des Passauer Bischofamts. Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Naue­Pflieger wusste, dass Rath­mann die Neuöttinger Schule alles bedeutete. Auf keiner anderen Schule gehe es so harmonisch und persönlich zu, wertete sie und hoffte auf Rathmanns weiteren Rat für den Verein.

Kommissarischer Schulleiter Manfred Misera erinnerte auch an gemeinsame private Unternehmungen von Eisstockschießen bis zu Kegelabenden, die das Betriebsklima gefördert hätten.

"Kalt is' draußen, aber mir ist warm ums Herz", sagte Michael Rathmann und schlug, zurückblickend auf 30 Jahre Lehrerdasein, das" Bilderbuch der Erinnerung" auf. Er zeigte Beispiele auf, für die es sich lohnte, Lehrer zu sein.

Lehrer sein, dass heiße: Wagnis, Geduld, Zuneigung und zuhören können; aber auch: täglicher Kampf, Erschöpfung,' Frustration. Es sei ein wunderschöner Beruf, wenn es gelingt einen Zugang zu den Herzen der Kinder zu finden.

Rathmann dankte Schülern, Eltern, Kollegen, Vertretern der Stadt und Kiirche, Schulpersonal, Schulamt, Kindergarten, Bücherei und hoffte, dass durch den neuen Namen "Max-Fellermeier­Schule" ein neues Wir-Gefühl entsteht  und dass das soziale Miteinander im Mittelpunkt der Erziehung steht.

In Vertretung der Regie­rung verkündete dann Schulamtsleiterin Elfriede Rothenaicher offiziell die Benennung der Volksschule in "Max-Fellermeier-Schule". Der Name sei in verschiedenen Gremien ausgewählt worden. Die Sprecherin versprach sich eine eigenständige Schulkultur und Identität,

Die Feier wurde umrahmt von einer Gitarrengruppe, dem Schulchor, dem Lehrerchor, der einen Schlager auf Michael Rathmann zugeschnitten hatte, einem Bewegungslied, einem Lichtertanz und einem Flöteristück. Für die Darbietungen hatten sich die Schüler einen Extra­Applaus verdient.

 

 Ende des Zeitungsberichts

Auszug aus der Festschrift 
anlässlich der Namensgebung 
der Max-Fellermeier-Volksschule,
Neuötting am 14.12.2001 :

 

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